Die häufigsten Fragen
zu Quads und ATV´s
1. Was ist
eigentlich ein ATV und was bedeutet der Name?
2. Was ist eigentlich ein Quad?
3. Worin besteht denn der Unterschied
zwischen Quad und ATV?
4. Gibt es noch andere Typen solcher
Fahrzeuge?
5. Brauche ich einen besonderen
Führerschein für ein Quad / ATV?
6. Wie alt muss ich sein um ein
Quad / ATV fahren zu dürfen?
7. Hat ein Quad / ATV auch eine
Straßenzulassung?
8. Muss ich beim Fahren eines Quad
/ ATV einen Schutzhelm tragen?
9. Wie schnell fährt ein Quad
/ ATV?
10. Ist das Fahren schwierig?
1. Was ist eigentlich ein ATV und was bedeutet
der Name?
ATV ist eine amerikanische Abkürzung für "all
terrain vehicle". Das bedeutet so viel wie: Fahrzeug für
jede Art von Untergrund oder Gelände. Die amerikanische
Aussprache der Abkürzung klingt in etwa so:"äitiwi".
Die Bezeichnung sagt im Grunde schon ganz klar den Einsatz-
oder Verwendungszweck aus. Gelände also. Zu Beginn der
80er Jahre tauchten diese Fahrzeuge zum ersten mal in Serie
produziert auf. Die ersten Modelle wurden eindeutig eher als
Spaßfahrzeuge konzipiert. Erst später erkannte man
ein erhebliches Nutzpotenzial und so entstanden die ATV wie
wir sie heute kennen. Extreme Geländegängigkeit, hohe
Zugkraft, und Transportmöglichkeiten. Die kleinen, leichten
Fahrzeuge fanden dann schnell Anhänger vor allem in der
Land- und Forstwirtschaft. Die Besonderheit eines ATV im Vergleich
zu anderen Transportmitteln liegt in der Art der Bauform und
der damit verbundenen, außergewöhnlichen Bedienung.
Das Fahrzeug verfügt über vier Räder, eine vom
Zweirad bekannte Lenkstange und motorradähnlicher Sitzbank.
Auch die Bedienelemente erinnern oft an die eines Motorrades.
(Fußschaltung, Handbremshebel usw.) Mittlerweile verfügen
die meisten ATV über ein automatisches Getriebe, Kardan-
und Vierradantrieb, oder Einzelradaufhängung.
nach oben
2. Was ist eigentlich
ein Quad?
Ein Quad ist grundsätzlich ähnlich einem ATV.
Die Bezeichnung "Quad" entstand allerdings erst mit
dem wachsendem Bekanntheitsgrad der amerikanischen Fahrzeuge
hier in Europa. Wer den Begriff kreiert hat ist unbekannt, allerdings
basiert die Bezeichnung auf der Anzahl der Räder, "Vier".
Später übernahmen einige Hersteller diese Bezeichnung
offiziell für einige Ihrer Modelle. Suzuki z.B. mit dem
Modell "Quad Runner". Quads sind im Grunde reine Funfahrzeuge
ohne hohen Nutzwert. Allerdings sind auch diese Fahrzeuge für
den Einsatz im Gelände konzipiert. Große Federwege
und Bodenfreiheit, Stollenreifen und relativ hohe Motorleistung
sind die Besonderheiten. Quads wurden überwiegend für
den sportlichen, oder Freitzeiteinsatz entwickelt. Amerikanische
Familienunterhaltung pur. Der Einsatz im öffentlichen Straßenverkehr
ist eigentlich eine europäische Errungenschaft, die wir
den Amerikanern voraus haben. Wesentliche Merkmale eines Quads
sind: Sportliches Design, steife Rahmenkonstruktion, Starrachse
hinten, meist Schaltgetriebe und Kettenantrieb. nach
oben
3. Worin besteht denn
der Unterschied zwischen ATV und Quad?
Die wesentlichen Unterscheidungsmerkmale liegen in der
Regel in der Optik, in der Art des Antriebs, in der des Fahrwerks
und nicht zuletzt in der Art der Verwendung. Moderne ATV verfügen
meist über eine breite Sitzbank und ausladende Verkleidungen,
die die Räder vollständig abdecken und den Fahrer
vor aufgewirbeltem Schmutz schützen. Als Antrieb dient
meist ein Automatikgetriebe, vielfach mit Allradantrieb und
machmal auch über ein Untersetzungsgetriebe oder sperrbare
Differenziale. In den letzten Jahren wurden außerdem die
meisten, größeren ATV mit Einzelradaufhängung
ausgestattet. Darüber hinaus bieten ATV oft serienmäßig
Anhängervorrichtungen und Gepäck- oder Ladebrücken
an der Front und am Heck. Wald-, Forst- oder Transportarbeiten
sind also hervorragende Einsatzzwecke für ein ATV. Sportquads
sind dagegen wesentlich leichter und agressiver im Styling.
Die Sitzbank ist schmaler gehalten, dadurch wird die Bewegungsfreiheit
des Fahrers unterstützt. Die Verkleidungen sind oft nicht
mehr als optische Gimmicks, einen Schutz vor Verschmutzung bieten
viele kaum. In der Regel kommen fußgeschaltete. manuelle
Getriebe zum Einsatz. Der Endantrieb erfolgt dabei über
eine Kette auf eine starre Hinterachse. Die starre Achse bewirkt
auch das so gewollte Driften des Fahrzeugs in Kurven. Die gesamte
Bedienungsumgebung erinnert wesentlich stärker an ein Motorrad.
Zuladungsmöglichkeiten in Form von Gepäckträgern
findet man bei den Quads nur selten. Die Möglichkeiten
der Straßenzulassung haben den Bereich der Quads teilweise
stark beeinflusst. Viele dieser Fahrzeuge sind heute schon fast
als Kart oder Streetfighter zu bezeichnen. Harte Dämpfer,
Tieferlegungen und breite Straßenprofilbereifung geben
den Quads ein neues Einsatzgebiet vor. Außerdem erreichen
Sportquads wesentlich höhere Geschwindigkeiten. Die Geländegägigkeit
ist dabei nur noch zweitrangig. Außer natürlich im
sportlichen Bereich, z.B. Motocross. nach
oben
4. Gibt es noch andere
Typen solcher Fahrzeuge?
Die Allgemeinheit verwechselt ein ATV oder Quad schon
mal gerne mit einem Trike (Dreirädriges Motorrad) oder
sogar einem Traktor. Zwar basiert das heutige ATV eigentlich
auf einem Dreirad, das in den frühen 80er Jahren in Amerika
hergestellt wurde, allerdings verschwand diese Fahrzeugart schnell
wieder vom Markt, die Unfallgefahr war einfach zu groß.
Heute werden in der Szene immer öfter auch die "Buggys"
in Zusammenhang mit ATV genannt. Diese Fahrzeuge verfügen
zwar auch über eine gewisse Geländegängigkeit,
sind aber von der Bedienung und den Fahreigenschaften eher einem
Kart ähnlich. Buggys verfügen über einen Überrollbügel,
Schalensitze, Lenkrad, Dreipunktgurt und Fußpedale wie
in einem Auto. nach
oben
5. Brauche ich einen besonderen
Führerschein für ein Quad / ATV?
Grundsätzlich gilt: Für das Fahren eines Quad
oder ATV wird der Führerschein Klasse B (alt 3) benötigt.
Das gilt für alle Quad / ATV, unabhängig von Leistung
oder Hubraum und unabhängig von der Art der Zulassung (siehe:
Zulassung). Das Bedeutet in der Praxis, das man mindestens 18
Jahre alt sein muss. Die Klasse A, A1 berechtigt in keinem Fall
zum Fahren eines Quad / ATV. Seit 2005 gibt es allerdings eine
Neuerung. Auf Druck der EU wurde eine neue Führerscheinklasse
eingeführt. Diese Klasse S berechtigt schon 16-jährige
zum Fahren eines Quad. Allerdings gibt es dabei massive Einschränkungen.
Die Fahrzeuge dürfen nicht mehr als 50 ccm haben und nicht
schneller als 45 km/h fahren. Es ist auf keinen Fall erlaubt,
z.B. eine auf 45 km/h gedrosselte 150 ccm oder noch größere
Maschine zu fahren. Der Führerschein Klasse S steht in
keiner Kombination zu den Fahrerlaubnissen der Klassen L oder
T. Wer sich also mit 16 Jahren für ein solches Quad entscheidet,
darf mit dem zu erwerbenden Führerschein keine anderen
Fahrzeuge wie Mofa oder Roller fahren. Dafür muss die Fahrerlaubnis
separat erworben werden. nach
oben
6.
Wie alt muss ich sein um ein Quad / ATV fahren zu dürfen?
Grundsätzlich gilt: Ab 18 Jahren darf man ein Quad oder
ATV fahren, vorausgesetzt man besitzt die Fahrerlaubnisklasse
B (alt 3). Ab 16 Jahren gilt: Mit der neuen Fahrerlaubnisklasse
S dürfen Quads bis 50 ccm und einer Höchstgeschwindigkeit
von 45 km/h gefahren werden. Natürlich dürfen aber
auch jüngere Personen ein Quad oder ATV fahren, das allerdings
nur auf privatem Gelände, oder auf dafür vorgesehenen
Plätzen, z.B. Motocross- oder Endurogeländen. Fahrer
unter 16 Jahren sollten dabei immer unter Aufsicht eines Erwachsenen
stehen. Für die Jüngsten bieten die Hersteller auch
Quads, die per Stellschraube in der Geschwindigkeit angepasst
werden können. Es gibt sogar Funkfernbedienungen zum Abstellen
des Motors in gefährlichen Situationen. nach
oben
7. Hat ein Quad
/ ATV auch eine Straßenzulassung?
Obwohl die Quad und ATV ursprünglich ausschließlich
für den Gebrauch im Gelände entwickelt wurden, hat
sich in Deutschland und großen Teilen Europas die Straßenzulassung
durchgesetzt. Natürlich müssen für diese Zulassung
eine Reihe gesetzlicher Vorgaben erfüllt sein. In Deutschland
wird das meiste dazu in der StVZO (Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung)
geregelt. Seit ein paar Jahren werden aber auch Quad und ATV
aus dem Ausland mit entsprechender COC (Certificate of Authenticy)
im Straßenverkehr anerkannt. Mittlerweile bietet der Handel
fast ausschließlich für die Zulassung umgerüstete
Fahrzeuge an. In der Art der Zulassung gibt es allerdings (noch)
große Unterschiede. Früher wurden die meisten Quad
und ATV als PKW zugelassen. Diese Zulassungsart hat aber eine
Menge Nachteile, weil ein Quad technisch nicht mit einem PKW
vergleichbar ist. Heute werden die meisten Quad / ATV als VKP
(vierrädriges Kraftfahrzeug zur Personenbeförderung)
oder als Zugmaschine/Ackerschlepper zugelassen. Nachteil der
VKP Zulassung ist die gesetzlich vorgeschriebene Drosselung
der Fahrzeuge auf höchstens 15 kW. Diese Maßnahme
stammt noch aus den Anfangszeiten der Quads in Deutschland und
ist auf das eher zurückhaltende Vertrauen der TÜV
Prüfer in die teilweise veraltete Technik zurückzuführen.
Leider hat sich bis heute daran nichts geändert. Eine weitere
Möglichkeit der Zulassung ist die Zugmaschine. Der Vorteil
dabei: Keine Leistungsbeschränkung. Auch die früher
geltende Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit auf 62 km/h
ist hinfällig. Der Nachteil der Zugmaschinenzulassung:
Größerer Aufwand des Umbaus, benötigt wird unter
anderem eine Anhängerkupplung und ein Rückwärtsgang.
Allerdings hat so mancher Händler auch dafür schon
entsprechende Gesetzeslücken ausgemacht und die Zugmaschinenvorgaben
auf ein kleinstmögliches Maß herunter geschraubt.
Die Art der Zulassung für Quad und ATV ist aber weiterhin
in der Disskussion und Änderungen können jederzeit
eintreten. nach
oben
8. Muss ich beim
Fahren eines Quad / ATV einen Schutzhelm tragen?
Diese Frage befasst zur Zeit den Gesetzgeber. Für den Februar
2005 wurde die Einführung einer allgemeinen Helmpflicht
für Quad und ATV angestrebt. Nach aktuellen Infos verschiebt
sich dies in den Sommer 2005. In wie weit davon auch die Altzulassungen
betroffen sind, kann noch nicht gesagt werden. Zur Zeit gibt
es Zulassungen, bei denen das Tragen eines Helmes lediglich
empfohlen wird. In vielen Fällen wird aber das Tragen eines
Helmes zur Auflage für eine Straßenzulassung gemacht.
Das ist in den Papieren auch entsprechend festgehalten. Obwohl
es keine eindeutige gesetzliche Regelung gibt, gilt im Falle
einer Eintragung aber auf jeden Fall die Auflage, die eingetragen
ist und wird im Falle einer Zuwiederhandlung mit entsprechender
Geldstrafe belegt. Allerdings sollte das Tragen eines Schutzhelmes
als Selbstverständlichkeit vorausgesetzt werden.
nach oben
9. Wie schnell fährt ein Quad /
ATV?
Quads bis 50 ccm, die von 16-jährigen mit der Führerscheinklasse
S gefahren werden dürfen, fahren 45 km/h schnell. Dabei
wird eine etwas höhere, bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit
von bis zu 60 km/h durch eine Drosselung reduziert. Manipulationen
an der Drosselung führen zum Erlöschen der Betriebserlaubnis.
Alle anderen Quad und ATV die mit einem Führerschein Klasse
B gefahren werden dürfen, sind an die Angabe der eingetragenen
Höchstgeschwindigkeit in den Papieren gebunden. Hier gibt
es eine weite Spanne, abhängig von der prüfenden TÜV
Stelle oder den notwendigen Gutachten für eine Zulassung.
In der Regel beträgt die eingetragene Geschwindigkeit zwischen
80 und 120 km/h. Ausnahmen findet man immer wieder, entweder
mal mehr oder auch noch weniger. Die tatsächlich erreichbare
Geschwindigkeit liegt in den meisten Fällen aber um einiges
höher. Besonders leistungsstarke Sportquads erreichen serienmäßig
auch schon mal 150 km/h. Im Bereich der StVO ist eine Überschreitung
der eingetragenen Höchstgeschwindigkeit aber nicht erlaubt.
nach oben
10. Ist das Fahren
schwierig?
Wie bei allen anderen Fahrzeugen auch, ist das immer eine Frage
der persönlichen Einstellung und des Könnens. Grundsätzlich
gilt: Die Bedienung eines Quad oder ATV ist nicht vergleichbar
mit der Bedienung eines PKW oder Motorrades. Die fahrphysikalischen
Eigenschaften ähneln dagegen eher einem PKW. Wie bei einem
Auto neigt das ATV in Kurven nach Außen. Um ein Überkippen
in Kurven zu verhindern, sollte man diese nie zu schnell anfahren.
Auf einem ATV kann man bis zu einer gewissen Grenze aber auch
durch Verlagerung des Oberkörpers in Richtung Kurveninneres
dem Kippen entgegenwirken. Der Lenker ist zwar vielen von einem
Motorrad vertraut, dennoch muss man auf einem ATV wirklich Lenken
um eine Richtungsänderung vorzunehmen. Auf einem Motorrad
geht das schon durch leichten Gegendruck und Gewichtsverlagerung.
Umsteiger müssen also bedenken, das man den Lenker eines
ATV durch Druck und Zug wirklich bewegen muss. Der Kraftaufwand
dafür kann teilweise recht erheblich sein. Es gibt noch
eine ganze Reihe Quad- oder ATV spezifischer Eigenheiten, diese
aufzuzählen führt aber zu weit. Grundsätzlich
sollte der Anfänger erste Fahrversuche auf abgesperrtem
Terrain machen. Oder auch eine Fahrschule oder einen Fahrkursus
besuchen.
nach oben
|
Service
Geführte Quadtouren
Durch die einzigartige Landschaft rund um Greimersburg.
mehr Infos
Wir planen Ihr Event
Achterbahn auf vier Rädern. Für kleine und große
Gruppen. mehr
Infos
Was ist eigentlich ein Quad?
Die häufigsten Fragen zu Quads- und ATV hier beantwortet!
mehr
Infos |